flussbarsch


Der Flussbarsch ist am Bodensee als Kretzer und in der Schweiz als Egli bekannt. Sein wissenschaftlicher Name ist „Perca fluviafilis“. Die Systematik: Infraklasse: echte Knochenfische, Überordnung: Stachelflosser, Unterordnung und Familie: echte Barsche, Gattung: perca.

Wie alle Barschartigen hat der Flussbarsch eine geteilte Rückenflosse. Sein Unterkiefer ragt über den Oberkiefer fast endständig hinaus und der Kiemendeckel hat am Hinterrand einen Stachel.

Die Körperfarbe des Flussbarsches ist braun bis grüngolden und weißt oftmals ein leichtes Streifenmuster aus 6 bis 8 senkrechten Streifen auf. Die Bauch-, After- und Schwanzflossen sind messing bis leuchtend rot, wobei beide Rückenflossen sowie die Afterflosse spitze Stachelstrahlen haben. Zwischen den Flossenstrahlen findet man oft vereinzelte schwarze Flecken in unterschiedlichen Größen. Die Farben und Formen der Flussbarsche variieren je nach Ernährungslage und Umweltbedingungen erheblich.

Im Durchschnitt erreichen Flussbarsche eine Länge von 25cm bei einem Gewicht von 250g. Größere Exemplare von 40cm und bis zu 3,5kg sind möglich, aber sehr selten. Einige Flussbarsche wachsen jedoch sehr langsam und sind mit 8 bis 10 Jahren erst 25cm lang. Dafür verantwortlich sind neben genetischen Fakten auch das Nahrungsangebot und die Gewässerbedingungen. In einigen Gewässern leben sehr viele Flussbarsche, die aufgrund der Futterknappheit kaum wachsen und noch in hohem Alter sehr klein sind. Hierbei wird von einem „Verbutten der Bestände“ gesprochen,

Der Flussbarsch ist eine Süßwasserfisch, der in fast allen Binnengewässern in ganz Europa vorkommt. Einige Arten findet man aber auch in nicht zu salzartigen Küstengewässern, dies sind dann die zahlreichen Brackwasser der Ostsee. Bestände an Flussbarschen gibt es nicht in Schottlang, im westlichen Norwegen, auf der Iberischen Halbinsel und dem südlichen und westlichen Balkan.

Flussbarsche bevorzugen klare Bäche, Flüsse und Seen mit einer ausgeprägten Ufervegetation, in der er sich verstecken können.

Die Laichzeit der Flussbarsche ist von März bis Mai. In dieser Zeit wandern die Flussbarsche flussaufwärts in flache Uferzonen, um hier abzulaichen. Die 2mm großen Eier sind zu einem ca. 2cm breiten und bis zu 1m langen „Laichband“ verbunden, welches direkt nach der Ablage vom Männchen befruchtet wird.

Die Larven steigen nach dem Schlüpfen an die Oberfläche, um ihre Schwimmblase zu füllen. Von der Strömung werden die Larven weitergetrieben und ernähren sich hierbei von kleinem Zooplankton. Nach einiger Zeit kehren sie zurück, aus den Larven sind Jährlinge geworden. Dem folgt eine Ernährungsumstellung auf u.a. Insektenlarven. Teilweise stellen Jährlinge auch dem Laich und der Brut anderer Fische nach. Mit zunehmendem Alter ernähren sich Flussbarsche zum Teil kannibalisch von kleineren Barschen. Der Flussbarsch gilt als räuberischer Schwarmfisch und jagt seine Beute in Rudeln. Auf seinem Speiseplan steht alles, was er bewältigen kann. Hierzu gehören überwiegend kleine Fische wie der Ukelei und der Plötze.

Flussbarsche überwintern in sehr großer Tiefe. In der Jugend sind Barsche gern in Gesellschaft und leben in großen Schwärmen zusammen. Im Alter hingegen werden sie zunehmend zu Einzelgängern.

Damit befruchtungsfähige Eier mit weiblichen Geschlecht reifen können, benötigen deutsche Flussbarsche ca. 150 Tage bei 10 Grad, der Temperaturbedarf des Männchens liegt darüber.

Flussbarsche sind sehr beliebte Speisefische, obwohl sie sehr viele Gräten haben.

Die Schonzeit hängt von den jeweiligen Ländern ab, während die beste Fangzeit zwischen Juli und November liegt. Die geeignetsten Köder sind Würmer aller Art, Spinner und Blinker, Twister und Kunstfliegen.

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